Der Netzwerk Knigge: Netzwerken mit Stil und ohne Fauxpas


Ein belastbares Netzwerk an Personen, die sich gegenseitig bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen, ist einer der Kerngedanken von Netzwerk Chancen und ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Berufs- und Privatleben. Doch wie baut man sich ein solches Netzwerk auf? Wie kann man es Schritt für Schritt erweitern? Und wie pflegt man ein Netzwerk eigentlich?


Um diese und viele weitere Fragen ging es am 20. Februar 2021 in unserem Online-Workshop “Der Netzwerk-Knigge” mit dem Netzwerk-Experten und Coach für zeitgemäße Umgangsformen und Business-Etikette, Clemens Graf von Hoyos.


Zu Beginn des Workshops verdeutlichte unser Referent und Gast anhand von vier Anekdoten aus seinem Familien- und Bekanntenkreis, wie entscheidend ein belastbares Netzwerk in bestimmten Lebenssituationen sein kann. Im Anschluss daran ging es zunächst um die zeitlose Bedeutung guter Umgangsformen, die sozusagen das Fundament und den fruchtbaren Nährboden erfolgreichen Netzwerkens bilden. Nur wer sich in adressaten- und anlassgerecht zu verhalten vermag, wird langfristige Netzwerke aufbauen und pflegen können.


Nach diesen einleitenden Gedanken ging es ans Eingemachte. Wie unser Experte hervorhob, beginnt erfolgreiches Netzwerken damit, sich souverän vorzustellen. Eine perfekte Vorstellung beinhaltet für ihn immer folgende drei Punkte: “Ich bin …”, “Ich kann …” und “Ich will …”. Jeder dieser drei Punkte bietet unserem Gegenüber die Gelegenheit, das Gespräch zu vertiefen und Anknüpfungspunkte zu finden. Insbesondere das finale "Ich will …" am Ende ist eine Art Steilvorlage, die das Gegenüber darauf aufmerksam macht, welche Themen Euch momentan intensiv beschäftigen und wie man Euch aktuell unterstützen kann. Damit diese Selbstvorstellung souverän rüber kommt, empfiehlt es sich, sie eine Weile zu üben. Der zweite wichtige Schritt beim Netzwerken ist das Vorstellen anderer Personen. Hier gelten im Grunde ähnliche Regeln: Wenn man zwei Personen miteinander bekannt machen will, sollte man beiden Personen jeweils zwei bis drei Anhaltspunkte über die andere Person bieten. So haben beide Personen die Möglichkeit, ein an diese Informationen anknüpfendes Gespräch zu beginnen. Damit ist bereits der nächste Schritt erfolgreichen Netzwerkens angesprochen - die Kunst des Smalltalks. Hier gab unser Gast den Teilnehmenden einige grundlegende Regeln, geeignete Themenvorschläge, praktische Tipps und absolute No-Gos mit auf den Weg. So riet er beispielsweise allen denjenigen, denen Smalltalks eher unangenehm sind dazu, sich auf Zugreisen auf einen reservierten Platz zu setzen, um Smalltalk-Situationen zu erzeugen und diese gezielt zu üben.


Sich vorstellen, andere Personen vorstellen, Smalltalk - doch wie geht es weiter? Wie werden aus Gesprächsbeteiligten Kontakte eines Netzwerks? Und wie pflegt man dieses Netzwerk? Im letzten Teil des Workshops stellte unser Referent eine umfassende Networking-Strategie vor, die sich grob in zwei Schritte gliedert. Im ersten Schritt sollte man verschiedene Ebenen des persönlichen Netzwerkes definieren (Familie, enge Freunde, Bekannte, Kollegen, etc.) und entscheiden, wer auf diesen Ebenen Teil des persönlichen Netzwerkes sein soll. Neben Sympathie sollten bei der Auswahl zum Beispiel Zuverlässigkeit und andere Charaktereigenschaften eine Rolle spielen. Der zweite Schritt besteht darin, dieses Netzwerk aktiv zu pflegen und zwar am besten indem man regelmäßig Veranstaltungen für die verschiedenen Ebenen des eigenen Netzwerkes organisiert. So bleibt man mit den Menschen in Kontakt und sorgt dafür, dass sich die Mitglieder des Netzwerkes auch untereinander besser kennenlernen.


Wir bedanken uns bei unseren Aufsteiger*innen für die aktive Teilnahme und bei Clemens Graf von Hoyos für seine Zeit und die tollen Inhalte. Mit den zahlreichen Einsichten und Hinweisen aus dem Workshop steht dem erfolgreichen Netzwerken von nun an nichts mehr im Wege.


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